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Monochord

Aus der Historie
Das Monochord (=Einsaiter) war ursprünglich ein mit einer Saite bespannter viereckiger Kasten, auf dem ein verschiebbarer Keil aufgebracht war. Pythagoras untersuchte damit in der Antike Zusammenhänge der musikalischen Harmonik. Der Legende nach entdeckte er in einer Schmiede den unterschiedlichen Klang verschieden langer Eisenstäbe im Vergleich zueinander.

Auf dem mit der Saite bespannten Kasten fand er heraus, dass bei Unterteilung der Saite nach ganzzahligen Teilungsverhältnissen harmonisch klingende Tonabstände zu hören waren. Aus diesen Erkenntnissen heraus entstand die Theorie der Konsonanz.

Mit „Konsonanz“ bezeichnet man in der Musik einen Wohlklang, d.h. Intervalle und Akkorde werden als in sich ruhend und nicht auflösungsbedürftig empfunden.

Teilungsverhältnisse
Werden zwei gleich gestimmte Saiten eines Monochords nacheinander angespielt, erklingen beide in der gleichen Tonhöhe. Dieses Intervall ist die Prime. Im Vergleich der Saitenlänge mit der Tonhöhe ergibt sich ein Saiten- und Frequenzverhältnis von 1:1.

Schiebt man nun den Keil unter die 2. Saite und zupft links und rechts davon an, klingen die Abschnitte unterschiedlich zur 1. Saite (Grundton). Je nach Auflagepunkt reicht das Empfinden von disharmonisch bis harmonisch.

Werden die Auflagepunkte so gewählt, dass sich ganzzahlige Teilungsverhältnisse ergeben, erhält man eine Reihe von harmonischen Tönen, die der natürlichen Folge in der Obertonreihe entspricht, also Oktave, Quinte, Quarte usw., immer in Relation zum Grundton.

Die zweite Saite genau in der Mitte unterteilt, ergibt im Vergleich zum Grundton die Oktave. Die Saitenlänge hat sich halbiert, die Tonhöhe (= Frequenz) schwingt doppelt so schnell. Hier ist das Verhältnis nun 1:2

Teilungsverhältnise

 

 

 

Teilt man die Saite in 3 gedachte Teile und schiebt den Keil auf das erste Drittel erhält man im Vergleich zum Grundton die Quinte und ein Verhältnis von 2:3.

Bei einer Viertelung der Saite (Keil auf das erste Viertel): Quarte, das Verhältnis lautet: 3:4.

Die Fünftelung (Keil auf das erste Fünftel) ergibt die große Terz, die Sechstelung die kleine Terz usw.

Es lässt sich auch wunderbar erkennen, wie unsere Sinne mit Sehen und Hören reagieren. Wer kann schon ganz genau die Abstände dieser Teilungsverhältnisse mit dem Auge festlegen? Das Ohr jedoch nimmt exakt wahr, wenn der richtige Abstand (= harmonischer Intervall) gefunden wurde.

Monochord heute
Vereinfacht betrachtet, ist ein Monochord ein Holzkasten mit einer Anzahl Saiten, die gleich gestimmt und gleich lang sind. Eigentlich ist es ein Vielsaiter (Polychord). Da in der Regel alle Saiten auf einen Ton gestimmt sind, spricht man wieder vom Monochord.

Es wird eingesetzt im therapeutischen Kontext, in der meditativen Musik und auch im privaten Umfeld. Gerade hier ist dieses leicht zu spielende Instrument wunderbar geeignet, Stress und Hektik zu verlassen und in einen Raum von Klang einzutauchen, eine innere Stille zu finden.

Für Monochordbesitzer oder Interessenten, die mehr darüber erfahren und ihre Spieltechnik vertiefen möchten, biete ich einen Workshop „Grundlagen Monochordspiel“ an. Weitere Informationen dazu auf meiner Website.

Monochorde gibt es in vielfältiger Ausprägung: Als Steh- oder Liegemonochord, als Körpermonochord zum Auflegen. Einseitig oder beidseitig bespannt. In Form von Klang-Liegen, – Wiegen oder – Stühlen. Als kombiniertes Instrument mit Koto und Tambura. Jeder Monochordbauer hat seine eigene Vision bezüglich Klang, Material und Optik.

Streicht man mit den Fingern über die gleich gestimmten Saiten, entsteht ein weiter obertonreicher Klang. Da es fast nicht möglich ist, alle Saiten ganz exakt gleich zu stimmen, entstehen kleinste Unterschiede, Überlagerungen und Interferenzen in den Tonhöhen zwischen den einzelnen Saiten. Gleichzeitig gehen die Saiten miteinander in Resonanz.

Dabei zeigt sich das reiche „Innenleben“ eines Tones. Wenn eine Saite schwingt, dann schwingt nicht nur die ganze Saite. Sie schwingt auch in der doppelten Hälfte (Oktave), im dreifachen Drittel (Quinte), im vierfachen Viertel (Quarte) usw. All diese Teilschwingungen (Obertöne) schwingen miteinander. Es entfaltet sich gleichsam der Innenraum eines Tones.

Die meisten Menschen empfinden den Klang eines Monochords als sehr entspannend. Er wird oft als ein sphärischer Klang wahrgenommen. Ich selbst benutze eine Klangliege und Monochord. Auf der Klangliege ist oft ein Gefühl des Schwebens und Getragenwerdens möglich. Eine mehrdimensionale Erfahrung. Mit Hören und gleichzeitigem Spüren der, von den angespielten Saiten ausgehenden Vibrationen, ist es eine unmittelbare körperliche Erfahrung.

Das Monochord setze ich zum Ende einer Klangsitzung ein. Die feinen Klänge haben eine beruhigende und zugleich erdende Wirkung. Sie bilden eine Überleitung in die Stille nach dem Klang. Ein ganz wertvoller Raum für eigene Erfahrung.

Wie klingt mein Monochord?

Hörbeispiel    Film

 

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Als ich meine ersten Gongs selbst fertigte

Gongs sind ein zentraler Bestandteil der Instrumente bei der Klangtherapie nach Walter Häfner®. Seit 2007 arbeite ich damit. Sie begeisterte mich und brachte tiefe Einblicke in die vielschichtige Wirkungsweise von Klangschalen und Gongs.

Mit der Zeit entwickelte ich zu meinen Instrumenten eine besondere Beziehung. Beim Spiel verbinde ich mich mit den Klängen, schwinge mit. Gehe in Resonanz. Je mehr ich spielte, desto größer wurde ihr Klangvolumen, ihre Klang-Energie. Vor allem bei den Gongs. Ich möchte sie als „Klangelemente“, ja sogar als „Klang-Wesen“ bezeichnen. Während des Spiels habe ich oft das Gefühl, an bestimmten Stellen anschlagen zu sollen. Stellen mit stärkerer Energie oder solche mit mehr Obertönen. Es ist wie ein Dialog.

So lag es nahe, tiefer in diese Welt der Gongs einzusteigen. Ich machte mich auf die Suche nach einem Lehrer, um mein Gongspiel zu vertiefen, um ihm neue Impulse geben zu können.

Zuerst fand ich allerdings ein Seminar zum Bau von Gongs. Diese selbst fertigen, sich mit dem Material auseinander zu setzen, bis Klänge hörbar werden. Dies erschien mir spannend, ein richtiger Prozess des Schaffens und Werdens. So fuhr ich für ein Wochenende zum Instrumentenbauer Christof Linhuber in die Nähe von Heidelberg.

Mit einigen anderen, zum Teil auch ungeübten „Gongbauern“, fand ich mich in einer Metallbauwerkstatt ein. Mit dem Werkstoff Metall hatte ich bisher noch nicht gearbeitet. Daher war ich sehr neugierig, ob es mir gelänge, einen klingenden Gong fertigen zu können.

Christof zeigte uns zuerst die zur Verfügung stehenden Metalle. Drei Varianten standen zur Verfügung: Bronze, Messing und Neusilber, in Form langer Blechstreifen aus dem Walzwerk und in unterschiedlichen Stärken. Interessant waren die Informationen über die Eigenschaften und Qualitäten der Metalle. Für mich wichtig für die Auswahl des Materials.

Vor der praktischen Arbeit wurden die Arbeitsschritte erläutert:
Metallscheibe mit einer Hebelschere ausschneiden – Rand glatt feilen – die Scheibe mit einem Gasbrenner vorwärmen und dann zum Glühen bringen – abkühlen lassen – hämmern, hämmern, hämmern… dann sollte der Gong klingen.

Einfach – oder?

Das Metall auswählen und die Größe festlegen:
Mein erster Gong sollte aus Messing sein. Für mich reichten als Einstieg erst mal 30 cm. „Wiederholungstäter“ wagten sich an 60cm.

Die Metallscheibe ausschneiden:
die Hebelschere war durchaus schwierig zu handhaben. Christof half zum Glück nach und schon bald hatte ich eine runde Metallscheibe in der Hand. Es galt nur noch den …

… Rand glatt feilen:
ein Metallzirkel hatte einen kreisrunden Rand eingeritzt. Jede Menge überstehender Grate und Kanten. Jetzt alles glatt feilen! Ein gutes Gefühl, mit diesem Metall näher in Kontakt zu kommen. Ein erstes Erfolgserlebnis, als nach und nach das Glätten dieser Scheibe immer mehr gelang.

Zum Glühen bringen:
vor dem Prozess der erneuten Verformung ist es nötig, das Metall aufzuglühen. „Der hohe Druck bei der Herstellung im Walzwerk hinterläßt im Metall besondere Härteverhältnisse, die bei der Bearbeitung mit dem Hammer Haarrisse entstehen lassen können“ wurde uns erklärt.

Das Glühen erfolgt in zwei Schritten:
Zuerst mit dem Gasbrenner langsam am Rand der Scheibe „entlangfahren“. Dies ist die Vorwärmung. Dann erfolgt das eigentliche Glühen. Der Brenner bleibt an einer Stelle, bis sie rot zu glühen beginnt. Dies wiederholt sich Abschnittsweise entlang dem Rand der gesamten Scheibe.

Je nach Legierung zeigen sich Farbmuster auf der Metalloberfläche, welche durch die Hitzeeinwirkung entstehen. Sie bleiben nach dem Erkalten bestehen und geben dem Gong sein individuelles Aussehen. Hier ist eine ruhige Hand wichtig, damit diese Strukturen möglichst gleichmäßig gelingen. Auch sollte die zum Glühen gebrachte Fläche nicht zu weit in die Mitte der Scheibe reichen. Dies würde die Schwingungsfähigkeit des Gongs beeinflussen.

Hier lässt sich sicherlich schon erkennen, dass dieser Arbeitsschritt maßgeblich ist.

Durch das Glühen des Metalls bildeten sich an den verschiedensten Stellen Wölbungen. Meine Gong-Scheibe glich nach dem Abkühlen eher einer Berg- und Talbahn.
Dies galt es nun durch ….

… Hämmern…
wieder zu einer glatten Scheibe werden zu lassen. Hämmern, hämmern, hämmern. Ein Höllenlärm Es ging nur mit Ohrschützern. Und es machte Spaß. Wo hat man schon mal die Gelegenheit, einfach mit einem Hammer draufloszuschlagen? Dies mit einem positiven Gefühl zu verbinden. Obwohl… na ja…

… gezielte Schläge sollten es sein. Mit der Zeit schmerzt der Arm. Hat meine Hand noch genügend Kraft? Soll ich es mal mit Links probieren? In der Gruppe geht alles leichter. Und so glättet sich langsam, was vorher bucklig aussah. Immer wieder wird dieser Arbeitsgang und sein Gelingen in der Gruppe reflektiert, so dass sich aus der Zusammenschau der unterschiedlichen Arbeiten sehr hilfreiche Anregungen ergeben.

Gut, dass Christof immer wieder aushalf. Ein Schlag hier, ein Schlag dort, schon war ein Problem gelöst, auf dass man immer wieder vergeblich drauf schlug. Vor allem, zum Ende hin. Wo ich der Meinung war, es fehlt nur noch bei einer kleinen Wölbung. Ich bekam sie auch schnell glatt, nur dass an anderer Stelle sich die Scheibe wieder hochwölbte. Und dies geschah mehrmals! Geduld und ruhig durchatmen. Ein paar letzte Korrekturen – jetzt passt es!

Der Rand:
eine Spur, mit einem Metallzirkel ca. 10 mm, je nach Größe der Scheibe, vor ihrem Rand eingeritzt, zeigt den „Weg“ für den Hammer. Die Scheibe schräg oder nahezu vertikal auf ein Stück Holz gesetzt, treibe ich mit vielen Schlägen langsam den Rand des Gongs nach oben. Gleichmäßige Schläge, möglichst genau an der vorgezeichneten Stelle – gar nicht so einfach. Der Rand darf nicht zu steil werden, sollte auch nicht zu flach bleiben. Wie den Ausgleich schaffen? Geübte Seminarteilnehmer kriegen dies schon sehr gut hin. Ich gebe mir Mühe, halte inne, erkenne an, dass Übung den Meister macht. Christof hilft auch hier. Der Gong ist fertig.

Der Klang:
zwei Löcher bohren, Schnur verknoten, Gong hochhalten und anschlagen: er klingt!

Die anderen aber auch. Die aus demselben Metall ähnlich, die übrigen heller oder tiefer. Es gibt Unterschiede. Einige Gongs klingen länger nach, bei anderen verebbt ein Ton schneller. So auch meiner. Hier liegt es an dem Rand, der etwas zu flach geraten ist. Nun gilt es die empfundene Unvollständigkeit anzunehmen und sich trotzdem zu freuen.

An diesem Wochenende konnte ich noch zwei weitere Gongs fertigen: Einen Gong mit 30 cm aus Neusilber und einen Bronzegong mit 45 cm Durchmesser.

In einem weiteren Seminar erstellte ich mir noch einen kleinen Gong aus Bronze und einen 45 cm Messinggong ohne Rand. Einen Feng-Gong. Für diesen arbeitete ich einen ganzen Tag lang. Dies war ein besonderer Prozess, der Achtsamkeit, gezieltes Verwenden des Hammers und ein Eingehen auf das Material verlangte.

Jetzt besitze ich 5 selbst gefertigte Gongs. Jeder ist einzigartig, egal wie (un)-vollständig er geworden ist. Meine Energie steckt darin. Es ist eine Freude, sie zu verwenden. Einzeln oder in unterschiedlicher Zusammensetzung. Intuitiv gespielt oder rhythmisch. Dieser Schaffensprozess war eine sehr gute Erfahrung.

Übrigens, einen Lehrer, um mein Gongspiel zu vertiefen, fand ich, als ich meine ersten selbst gefertigten Gongs schon besaß. Rainer Rabus lehrte mich, dass Rhythmus auch etwas mit Mathematik zu tun hat, dass Rhythmik zuerst über den Körper erfahren werden soll und dann diese mit einer ganz anderen Energie und Dynamik auf Gongs oder auch auf Klangschalen gespielt werden kann. Wenn ich einen bestimmten Rhythmus langsam, monoton und mit bestimmten, immer wiederkehrenden, Impulsen spiele, gelange ich an die Essenz dieses Rhythmus.

Messing-Gong, 30 cm

Messing-Gong, 30 cm

Detailansicht Messing-Gong

Detailansicht Messing-Gong

 

 

 

 

 

 

Gong aus Neusilber, 30 cm

Gong aus Neusilber, 30 cm

 

 

 

 

 

 

 

Gong aus Bronze, 30 cm

Gong aus Bonze, 30 cm

 

 

 

 

 

 

 

Feng-Gong, Messing, 45 cm

Feng-Gong, Messing, 45 cm

 

 

 

 

Klangschalen

Geschichtliches
Der Ursprung der Klangschalen liegt vermutlich in der Himalaya-Region. Sie sind seit vielen tausend Jahren in Gebrauch. Es gibt wenig belegbare Kenntnisse über ihre ursprüngliche Verwendung. Vermutlich wurden sie als schamanische Objekte, für religiöse und rituelle Zeremonien in Tempeln und Klöstern, zur Meditation und Heilung oder auch als Alltagsgegenstände eingesetzt. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den gesamten Asiatischen Raum.

In den 80-iger Jahren haben Asienreisende festgestellt, dass sich Klangschalen wunderbar zur Entspannung eignen. Mit der Zeit entwickelten sich bei uns eine Vielzahl von Methoden für ihre Anwendung.
Immer mehr Menschen begeistern sich dafür. Heute finden sie in vielfältiger Weise Verwendung. Sei es in Musik- und Klangtherapie, bei Meditationen, im Wellness-Bereimeine Klangschalench oder in Konzerten. Sie eignen sich hervorragend zur Selbstprävention. Dazu biete ich einen Workshop an.
Der der langsam verklingende Ton einer Klangschale fokussiert die Aufmerksamkeit. Die Gedanken können leicht zur Ruhe kommen. In Kindergärten und Grundschulklassen werden sie daher gerne eingesetzt.

Ihre Herstellung
Traditionell werden die Klangschalen aus Bronze, einer Legierung aus Kupfer und Zinn hergestellt. Daneben können Eisen, Blei, Quecksilber, Silber und Gold in geringen Anteilen enthalten sein. In Nepal gibt es z.B. viele kleine Manufakturen, die ihre eigene Rezeptur verwenden. Es gibt auch Schalen aus Messing, Glas oder Kristall.

Jede Schale besitzt einen Grundton und je nach Qualität, Spielweise und Klöppel bis zu 5 Obertöne.

Bei einer manuellen Herstellung wird geschmolzenes Metall zu einer dicken Scheibe gegossen, je nach Größe 20-90 Mal erhitzt und nach Abkühlung weiter gehämmert und getrieben. Zum Schluss erhalten sie Feinschliff und Polierung. Durch den vielfältigen Prozess des Aufglühens und der Weiterbearbeitung steht die innere Struktur des Metalls unter einer hohen Spannung. Fällt die Klangschale auf einen harten Untergrund, kann es leicht sein, dass die Spannung reisst und kein Ton mehr erklingt.

Spezielle Schmiedetechniken bewirken Form und Klang. Er wirkt erdig und enthält wegen der handwerklichen Bearbeitung und der Materialstruktur auch unharmonische und unregelmäßig verteilte Obertöne.

Eine andere Methode ist das Gießen in eine Form. Ihr Klang ist reiner und klarer als bei getriebenen Klangschalen. Solche werden z.B. am Ende einer Meditation oder Yogastunde verwendet.

Der Ton von dickwandigen Klangschalen schwingt präzise. Ich habe hier immer die Empfindung, der Ton steht im Raum. Dünnwandige Klangschalen erzeugen einen weicheren Ton der schnell „wabernd“ klingt.

Aber auch industriell gefertigte Klangschalen bieten eine gute Qualität.

Wie spielt man eine Klangschale an?
Eine Möglichkeit ist das Anreiben mit einem Reibeklöppel. Dadurch entsteht ein sich weit ausbreitender Ton, der lange im Raum „stehenbleiben“ kann. Reibt man unterschiedliche Klangschalen hintereinander an, entfaltet sich ein Vielklang aus Tönen und Obertönen. Nicht jede Klangschale eignet sich zum Reiben.

Eine andere Weise ist, sie mit Klöppeln anzuspielen. Im Handel gibt es verschiedene Ausführungen. Aus Holz oder Kunststoff. Mit Leder oder Filz ummantelt. Länge und Stärke sind auf die Größe der Klangschalen ausgerichtet. Ich selbst arbeite mit Marimbaphon-Klöppeln, die mit Wollfäden ummandelt sind. Dies ergibt einen weichen Anschlag. Bei Klangsitzungen arbeite ich mit 9 auf einander abgestimmten Klangschalen. Das Anschlag-Geräusch wird dabei nur wenig wahrgenommen. Dies ist für den Klanggast sehr angenehm. Andere Klöppel benutze ich für Klangerlebnisse oder bei Klangkonzerten um unterschiedliche Klangfarben zu erzeugen.

Klangschalenklöppel

 

 

 

 

 

 

 

Wie kann ich eine Klangschale bei mir selbst anwenden?
Es ist eine wundervolle Möglichkeit zur Entspannung und Selbstprävention.

Eine keine Klang-Meditation: die Klangschale in der flachen Hand halten, sanft und monoton anschlagen, hören und fühlen. Spüren, wie vielleicht die Vibration langsam durch den ausgesteckten Arm wandert und sich im Körper fortsetzt. Bewußt Atmen. Dem Nachklingen lauschen. Sich davon tragen lassen. Stille wahrnehmen … Dann die Hand wechseln und wieder beginnen.
Mein Vorschlag: während einer Pause im Büro mit einer Klangschale entspannen und den Geist zur Ruhe bringen.

Auf den Körper auflegen (ist auch schöne Partnerübung) und beobachten, wie es sich dort anfühlt. Dies kann eine Stelle sein, wo sich Verspannung oder Schmerzen bemerkbar machen oder eine andere, von der Du meinst, jetzt passt gerade eine Klangschale dorthin.

Manche Haustieren lieben den Klang, andere nicht, einfach ausprobieren. Wir hatten einen Hund (Schäferhundmischling). Ihm bekam Klang offensichtlich sehr gut. Nach jedem Klangtermin bei uns im Hause lag er tief entspannt und zusammengerollt in seinem Korb. Seine innere Ruhe war richtig spürbar.

Sehr angenehm ist es, wenn man eine nicht zu kleine Klangschale mit warmen Wasser füllt, dann eine Hand oder einen Fuß hinein hält und sanft oder auch kräftig anschlägt. Dies ist auch eine gute Möglichkeit, bei Verletzungen den Heilungsprozess zu unterstützen.

Eine ganz besondere Empfehlung: In die Badewanne mitnehmen. Wirkt sehr, sehr entspannend. Ich selbst genieße dies manchmal. Es ist einfach super.

Es gibt also viele Möglichkeiten. Die hier beschriebenen sind nur ein Beispiel der Anwendungsbereiche.

Wichtig ist, dass man achtsam damit umgeht und aufhört, wenn es zu viel wird.

Hier ein kleines Soundbeispiel mit 6 meiner Klangschalen.

Ich wünsche allen Besitzern von Klangschalen viel Freude damit.