Tag-Archiv | Klangpyramide

Klangerlebnis

Klangerlebnis, was ist das?
Klangerlebnis bedeutet, Klangschalen, Gongs und andere obertonreiche Instrumente in einer Gruppe zu erleben. Der Begriff stammt von Walter Häfner, dessen Klangtherapiesystem für Einzelpersonen ich anwende. Das Klangerlebnis habe ich speziell weiterentwickelt, um es für ganz unterschiedliche Zielgruppen individuell anzubieten. Es ist ein wichtiger Baustein meiner „Klangarbeit“. Folgende Formate sind möglich:

  • Klangerlebnis als Einzelevent
  • Integriert in Workshops und Seminaren
  • Teil bei Vorträgen im Themenbereich Entspannung/Prävention
Die Dauer eines Klangerlebnisses und der Umfang des Settings richten sich nach den jeweiligen Anforderungen. Zum Beispiel 20 Min., 30 Min. oder auch länger. Maximale Anzahl Teilnehmer: ca. 25.

Im Gegensatz zu einer Klangbehandlung, bei der eine Person mit Klangschalen, die sich auf und um den Körper befinden, bespielt wird, liegen hier die Teilnehmer im Raum. Die Klanginstrumente befinden sich an einer zentralen Stelle. Eingesetzt werden, je nach Format, verschiedenste Klangschalen, große oder unterschiedliche kleinere Gongs, ein Monochord und eine Klangpyramide aus Bergkristall, oder weitere Obertoninstrumente.

Beispiel eines Klangerlebnisses als Einzelevent (Dauer ca. 60 Minuten):
Es klingt jedesmal anders und wird von Personen, die es wiederholt erleben, oft auch unterschiedlich wahrgenommen. Ich habe zwar ein bestimmtes Spielsystem, die Ausführung, also wie lange und in welcher Intensität und Dynamik die einzelnen Abschnitte gestaltet werden, richtet sich immer nach den anwesenden Menschen. Hier gilt es, hineinzuspüren und zu erfühlen, was erforderlich ist. Jeder bringt ja seinen eigenen Hintergrund mit, sein aktuelles Tagesgeschehen, konnte sich vielleicht schon auf den Klang einstellen oder ist noch mit seinem Alltag beschäftigt.

Manchmal zeigt sich dies auch beim Spiel. Bei einer homogenen Gruppe entfalten Klangschalen und Gongs schnell ihre Wirkung. Es kann aber auch sein, dass die Schalen anfangs nicht so fein klingen wie sonst. Der Tonraum eines Gongs mag sich blockiert anfühlen. In solchen Momenten richte ich meine Aufmerksamkeit besonders auf diese Situation. Bisher hat sich solch ein „Blockadezustand“ immer aufgelöst und Leichtigkeit zog ein. Diese Erfahrung zeigt, dass alle Beteiligten, die Teilnehmer, die Instrumente und ich selbst miteinander in Resonanz gehen. Auch der Raum ist Teil dieses Resonanzkörpers.

Wie spiele ich?
Manchmal beginne ich mit einem besinnlichen Text oder einer kleinen Meditation. Bei Bedarf erkläre ich kurz die Instrumente und führe sie auch vor. Dies ist hilfreich zum Ankommen und Kennenlernen. Erste Töne aus den großen Gongs, den Zimbeln und der Tibetischen Tempelglocke, sphärische Klänge des Monochords nehmen die Aufmerksamkeit mit, richten sie nach Innen.

Der Hauptteil des Klangerlebnisses besteht aus mehreren Spielabschnitten mit den großen Gongs, denen jeweils Phasen mit Klangschalen folgen. Klangschalen „besänftigen“, was die starken Schwingungen der Gongs berühren konnten. Man kann sich dies auch wie Wellen vorstellen. Wellen der Klangenergie. Kleine folgen den großen nach. Die Gongs spiele ich ganz unterschiedlich. Von intuitiv bis hin zu genauen Rhythmen, deren Tempo ich normalerweise stark reduziere. Dabei wird sozusagen die Essenz eines Rhythmus erfahrbar.

Die Klangpyramide aus Bergkristall ist ein ganz wichtiger Bestandteil. Einen Artikel  dazu finden Sie auch in meinem Blog.  Bei diesen Klängen meine ich oft, die Zeit entschleunigt sich, steht still. In solch einem Moment formte sich in mir ein kleines Gedicht:

Für eineinhalb Sekunden
Blieb meine Zeit
Eine Unendlichkeit stehen.

Das Finale, sozusagen, bestimmen 3 Gongs, die monoton der Reihe nach gespielt werden. Es bildet sich nochmals große Energie, die den ganzen Raum erfüllt. Das Monochord übernimmt dann die Rolle der „Beruhigung“. Es ist, als würden sanfte Wellen an ein Ufer anschlagen und langsam verebben.

Danach folgt für einige Minuten Stille. „Die Stille nach dem Klang“. In der indischen Tradition wird sie „Anahada Nada“, der klanglose Klang, genannt. Der kosmische Klang, der in uns klingt, wenn wir die äußere Ablenkung hinter uns lassen und in die Stille in uns hineinhören.

Gerne wird die Möglichkeit wahrgenommen, sich hinterher über Erfahrungen und Beobachtungen auszutauschen. Manchmal ist aber auch Ruhe gewünscht, dann stehe ich für Rückmeldungen auch gerne später zur Verfügung.

 

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