Archiv | Oktober 2013

Meditation und Klang

Mein Weg zur Meditation
Meditation übte für mich schon immer eine besondere Ausstrahlung aus. Auch die Faszination der asiatischen Länder, in denen ich den Ursprung von Meditation sah. In jungen Jahren war dies für mich eine geheimnisvolle, fremde Welt. Sie blieb erst einmal in diesem „Zustand“. Dazu schlummerte das Thema „östliche Spiritualität“ viele Jahre im Hintergrund meines Lebensweges.

Im Lauf der Zeit gelangte ich in unregelmäßigen Abständen zu Meditationserfahrungen. ZEN-Meditation im VHS-Kurs, ein Wochenende in sitzender und schweigender Meditation. Erfuhr, dass so manches meditativen Charakter hat, was auf dem ersten Blick nicht danach aussah. Monotoner Rhythmus, Gleichklang von Atem und Bewegung. Joggen ist so ein Beispiel. Oder Gartenarbeit. Sogar Hausarbeit kann meditativ sein, wenn sich die richtige Geisteshaltung dazu einstellt. Über Yoga gelangte ich dann intensiver auf meinen Meditationsweg.

Wie wirkt Meditation?
Regelmäßiges Meditieren wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Wer meditiert, dem geht es besser. Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien belegt dies. Hier einige Beispiele (ohne Gewähr der Vollständigkeit, Quelle: Akademie Gesundes Leben):

  • Man wird leistungsfähiger
  • Erhöht die Denkfähigkeit
  • Frequenz der Gehirnwellen wird langsamer
  • Beruhigende Botenstoffe erhöhen sich
  • Verbesserung der Organfunktionen
  • Geringere Neurologische Erkrankungen
  • Senkt Bluthochdruck
  • Stärkt die Immunabwehr

Welche Erfahrungen habe ich gewonnen?
Jeder Tag, den ich mit Meditieren (und auch mit Yogaübungen) beginne, ist ein kraftvoller Tag. Spätabends üben, verschafft es mir am nächsten Morgen ein Gefühl, die ganze Nacht wie im Tiefschlaf gewesen zu sein. In der Zeit meiner Meditationsausbildung führte ich ein Meditationstagebuch. Hier einige Eindrücke aus den aufgeschriebenen Zuständen nach der Meditation:

  • fühle eine tiefe Ruhe in mir
  • bin richtig erfrischt
  • spüre tiefen inneren Frieden
  • war erfüllt von Freude und Licht
  • aufgeladen mit viel Energie

Pater Michael Bauer schreibt in seinem Buch „Die Seele läuft mit“ über die Meditation, „… dass man unter die Oberfläche des eigenen Lebens schauen kann…“. Er empfiehlt, alltägliche Bewegungen, stehen, gehen, sitzen, liegen oder laufen für die Meditation zu nützen. Diese ganzheitliche Betrachtung kann ich nur bestätigen. Es ist ein Übungsweg, der in die Achtsamkeit führt. Gerade draussen in der freien Natur bieten sich viele Möglichkeiten dazu.

Meditation und Klang
Viele der Wirkungen, die durch Meditation erzielt werden können, sind auch mit Klangtherpie möglich. Beide Methoden ergänzen sich wunderbar. Eine Klangschale in der ausgestreckten Hand gehalten, monoton angespielt und die Aufmerksamkeit auf das Atmen und Hören gerichtet – dies ist eine effektive Möglichkeit Alltagsgedanken hinter sich zu lassen. Sich ohne eigenes Üben in einen Entspannungszustand zu bringen. Eine einfache Methode zur Selbstprävention. Alleine dem Verklingen einer Klangschale nachhören und nachspüren, hat für sich schon einen hohen meditativen Charakter.

In meinen Klangseminaren und Workshops meditieren wir mit den Klanginstrumenten. Ich bezeichne sie auch als Klangkörper. Mit Klangschalen und kleinen Gongs (diese Gongs habe ich selbst geschmiedet, dazu gibt es einen Artikel in diesem Blog). Monoton angespielt, mal lauter aber auch so leise, wie es dem Einelnen gerade möglich ist. Intuitiv oder nach bestimmten Mustern. Im Kreis der Teilnehmer*innen, oder im Raum verteilt. Jedesmal verbinden sich die Klänge mit den Menschen, mit dem Raum. Es ensteht ein Gefühl der Einheit.

Klänge helfen sich zu öffnen, damit der Meditation Raum gegeben werden kann. Klang nach einer Meditation kann uns in eine ganz andere Tiefe bringen und Erfahrungen aus der Meditation weiter führen.

Draußen meditieren
Sicher hast Du schon erfahren, wie entspannend und regenerierend der Aufenthalt in der Natur sein kann. Der Wald ist für mich dazu eine wichtige Quelle. Manchmal meditiere ich unter einer kraftvollen, alten Buche. Halte die Augen geschlossen. Mein Ohr nimmt die Waldgeräusche auf. Ich konzentriere mich auf das Atmen.

Dabei verbinde ich mich mit …

… mit der Erde, auf der ich sicher stehe,
… mit dem Himmel über mir,
… mit der Natur um mich herum,
… mit mir selbst.

„Waldbaden und Klang“
Ein eigenes Format, um mit meditativen Elementen der Bewegung, Achtsamkeit und Klängen ganz tief in die Natur einzutauchen. Draußen kommen wir mit dem höherem Energiefeld des Waldes in Kontakt. Bringen Körper und Seele in einen Einklang. Weitere Informationen dazu finden Sie auf meiner Website